Lebensgrundlagen und Wirtschaft im Nationalpark


Fischerei

Früher war die Fischerei ein wichtiger Erwerbszweig für die Bewohner des Schärengartens. Heute sind nur noch wenige Berufsfischer übrig. Die Zahl der Sportangler hat dagegen stark zugenommen. Die Vorkommen von Fischen und Schalentieren waren immer schwankend. Die Heringsfischerei kam und ging, der Hummerbestand schwankt. In den letzten Jahren hat der Dorschbestand dramatisch abgenommen, ohne dass wir eine verlässliche Erklärung dafür haben.

Hummerschutzgebiete haben sich seit mehreren Jahren als wirksames Instrument zur Vergrößerung des Bestands erwiesen; sie werden ausgeweitet.

Fiskebåt på Verdens ende. Foto: Erik Bleken
Foto: Erik Bleken

Landwirtschaft

Es gibt noch immer aktive, bewohnte Bauernhöfe auf Søndre Årøy und auf Bjerkøy. Der Schärengarten vor Nøtterøy und Tjøme wurde 2009 zu einer ausgewählten Kulturlandschaft mit Landwirtschaft erklärt, d.h. es handelt sich um ein Gebiet, dass vom Menschen im Zusammenspiel mit der Natur gestaltet wurde. Mit dem allmählichen Verschwinden der traditionellen Landwirtschaft wird sich die Landschaft verändern. Es ist wichtig, dass wir die Kulturlandschaft als Teil unseres kulturellen Erbes erhalten. Im Nationalpark Færder tragen Grundeigentümer, Behörden, Organisationen und Freiwillige dazu bei.

Bilde av gård på Bjerkøy
Foto: Reidun Mangrud

Naturerlebnisse

Der Nationalpark Færder ist ein wichtiges Erholungsgebiet, für die Anwohner ebenso wie für Gäste. Bootsfahrten zu den Inseln, Baden, Camping und Angeln waren und sind beliebte Aktivitäten. Die Einwohner von Tjøme, Nøtterøy und Tønsberg nutzen den Schärengarten das ganze Jahr über.

Friluftsliv
Foto: Jørgen Kirsebom

Tourismus

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts tauchten die ersten Badegäste auf. Seebäder waren sehr in Mode, und im Schärengarten gab es frische Luft und sauberes Wasser. Als 1932 die erste Brücke Tjøme mit Nøtterøy verband, kam der Zustrom der Gäste in Fahrt. In Verdens Ende entstanden ein Sommerrestaurant und ein Aquarium, und auf mehreren Inseln wurden Pensionen eröffnet.

Heute stellt das Gebiet für zehntausende Menschen eine wichtige Gegend für Urlaub, Bootstourismus und Erholung dar. Das Restaurant in Verdes Ende hat sich zum Nationalparkzentrum gewandelt, und mehrere gastronomische Betriebe, Pensionen, Hotels und Geschäfte bieten den Besuchern ihre Waren und Dienstleistungen an.

Gammelt bilde av mennesker i seilbåt
Foto: Tjøme folkebibliotek

Verkehrsader und Lotsenwesen

Der Oslofjord ist eines der wichtigsten Seeverkehrsgebiete in Norwegen. Ein großer Teil des Verkehrs führt durch den Nationalpark. Die Karte rechts zeigt die meistbefahrenen Routen und ihre Verkehrsdichte. Ganz im Osten verläuft das Hauptfahrwasser. Die Karte zeigt auch deutlich den umfangreichen Lotsenverkehr zwischen Sandøsund und dem Boardinggebiet nördlich von Store Færder. Dichter unter Land gibt es viel Verkehr durch das Huikjæla-Fahrwasser nach Tønsberg, westlich von Store Færder und nicht zuletzt durch das innere Fahrwasser vom Torgersøygapet nach Süden bis zum Vrengensund.

Vorherrschend sind der Lotsen- und der Einsatzverkehr. Hinzu kommt einiges an Frachtschiffen und Fischereifahrzeugen. Schifffahrtsbehörden und Reedereien haben viel für die Aufrechterhaltung der Sicherheit und für eine verantwortungsvolle Entsorgung von Müll und Ballastwasser getan. Trotzdem kommt es von Zeit zu Zeit unerwünschten Ereignissen. 2010 und 2011 gab es zwei schwere Havarien mit großen Ölverschmutzungen. Viele Menschen fürchten, dass die Natur und die Strände durch Schiffsunglücke zerstört werden könnten.

Der Seetransport ist für Norwegen von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Außerdem ist er umweltfreundlicher als der Transport über Land. Trotzdem müssen wir ständig darüber wachen, dass Unglücke und Umweltzerstörung im Schärengarten vermieden werden. Leuchtfeuer und Lotsendienst hatten und haben große Bedeutung für die Sicherheit des Schiffsverkehrs. Sie sind auch Teil der Geschichte dieses Gebiets.

Skjaergaardstjenesten - Foto: Reidun Mangerud
Foto: Reidun Mangerud

Militär

Innerhalb der Nationalparkgrenzen und in der Randzone befinden sich mehrere bekannte Verteidigungsanlagen, meist als Teil der Küstenverteidigung. Die Bolærne-Inseln, Torås, Mågerø und Vardås sind alte Verteidigungsanlagen und gelten daher als historisch schützenswert.

Heute ist die Küstenwache in dem Gebiet aktiv. Neben der Wahrnehmung militärischer Aufgaben arbeitet sie mit der Polizei, der staatlichen Naturschutzaufsicht und der Schifffahrtsbehörde zusammen und leistet Hilfe bei Rettungseinsätzen.

Bilde av kontrolltårn
Foto: Jørgen Kirsebom